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Südtirol Ultra Skyrace
Extremberglauf entlang der Hufeisentour in den Sarntaler Alpen

Thomas Strickers Tipps zur richtigen Ernährung beim Südtirol Ultra Skyrace

Bozen, 10. Juli 2017 - Ernährung spielt im Sport eine sehr wichtige Rolle, bei einem Extremberglauf wie dem Südtirol Ultra Skyrace ist sie sogar von fundamentaler Bedeutung. Unser Experte Thomas Stricker verrät Ihnen, wie Sie sich richtig ernähren und welche 5 häufigen Fehler sie vermeiden sollten. 

Im Rahmen eines Ultralaufes absolvieren Athleten immer wieder schier unglaubliche Distanzen gepaart mit unzähligen Höhenmetern. Sehr viele Sportler schaffen es dabei nicht ins Ziel: Etwa ein Drittel des Starterfeldes des Südtirol Ultra Skyrace muss vorzeitig aufgeben. Wer nun glaubt, dass diesbezüglich sehr wahrscheinlich Verletzungen und Überlastungsschäden die Liste der Gründe anführen – irrt sich, und zwar gewaltig. Beschwerden und Probleme des Verdauungssystems sind nämlich ganz klar häufigsten Gründe für einen Abbruch!

Die Ursachen sind dabei sehr vielfältig, genauso die Symptome und Auswirkungen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Magen- und Bauchkrämpfe, Muskelkrämpfe, Benommenheit, Kreislaufprobleme, Energielosigkeit und vieles mehr...

Je nach individueller Neigung und Anfälligkeit kommt es gerade im Wettkampf häufig zu gastrointestinalen Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall…). Viele Sportler, vor allem im Ausdauersport, leiden regelmäßig darunter. Am Wettkampftag ist der Magen aber generell bei allen sensibler. Neben der nervalen Anspannung, spielt diesbezüglich vor allem die verminderte Durchblutung des Magen-Darmtraktes auf Kosten der verstärkten Muskel- und Hautdurchblutung eine wesentliche Rolle (Blutumverteilung).

Dessen bewusst, versuchen die Veranstalter den Teilnehmern hochwertige Verpflegungsstationen zu garantieren: Neben den „üblichen“ Nahrungsmitteln, wird es 2017 zusätzlich mehr warme, würzige und gut verträgliche Speisen geben.


5 häufige Fehler im Rahmen eines Ultra-Laufes

• Aufnahme von zu viel Fruktose (Fruchtzucker)
• Dehydration:  Zu wenig oder zu unregelmäßige bzw. zu späte Flüssigkeitsaufnahme
• Zu viel Flüssigkeitsaufnahme: Mehr als ungefähr 800ml pro Stunde (bis maximal ein Liter) ist unser Körper nämlich gar nicht in der Lage optimal aufzunehmen. Zu viel Flüssigkeit belastet daher das Verdauungssystem nur unnötig! Natürlich ist es dann nach einem Ultralauf umso wichtiger, das (vor allem unter Hitzebedingungen) zwangsläufig große Defizit des Flüssigkeitshaushaltes nach dem Rennen wieder über mehrere Stunden aufzufüllen
• Salzmangel: Ein Mangel an Natriumchlorid (Kochsalz) entsteht oft infolge von Trinken reinen Wassers und/oder nährstoffarmen, verdünnten Säften und Sportgetränken. Wer dann nicht über die Nahrung genügend Salz aufnimmt, riskiert Krämpfe! An heißen Tagen mit hohem Schweißverlust ist das Risiko natürlich umso größer. 


Tipp: Das Team vom Südtirol Ultra Skyrace stellt den Athleten an allen Verpflegungsstationen Salz zur Verfügung, damit diese ihre Getränke und Speisen je nach individuellem Bedarf und Geschmack salzen können!


Thomas Strickers Top-Tipp: 

Vermeide Stress und Hektik an den Verpflegungsstationen! Hastiges Trinken und Essen bzw. schnelles Verschlingen schlecht gekauter Speisen kann man im weiteren Verlauf des Rennens noch teuer bezahlen… Geduld und Ruhe zahlen sich aus - Lieber einige wenige Minuten länger „richtig auftanken“ als unangenehme und schwächende Probleme des Verdauungssystems zu riskieren – vor allem wenn man bedenkt, dass man schließlich viele, viele Stunden unterwegs ist und es am Ende ohnehin (für die allermeisten) nur darauf ankommt ein FINISHER zu sein! (und nicht einen Streckenrekord zu knacken…)


Über Thomas Stricker: 

• Dipl. Med. Masseur, Sport- und Heilmasseur
• Zusatzausbildungen und regelmäßige Lehrgänge in Orthomolekulare Medizin, Ernährung, Ernährung und Sport
• Sportphysiotherapie und Funktionelles Training
• Komplementäre Behandlungsmethoden (u.a. Behandlungstechniken der Traditionellen Chinesischen Medizin)
• Lehrgänge Komplementäre Physiotherapeutische Medizin
• Versch. Behandlungstechniken (u.a. Faszientherapie, Triggerpunkttherapie…)
• Langjährige Erfahrung in der Betreuung, Behandlung und Beratung von Freizeit- und Leistungssportlern zu den Themen Regeneration, Ernährung, Sportverletzungen und Verletzungsprävention

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